Dunkelheit …

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Diese alte Straßenlaterne – wie tapfer sie doch ist. Mit aller Kraft kämpft sie darum, der Dunkelheit Einhalt zu gebieten.

Diese alte Straßenlaterne – alles, was sie will, ist mir die Angst vor der Finsternis zu nehmen. Mich in Sicherheit zu wiegen. Sie leuchtet nur für mich. Sonst ist niemand da. Ich bin allein. Doch wie könnte sie mir bloß die Angst vor der Dunkelheit nehmen?

Ich lächle. Die Dunkelheit ist doch schon längst ein Teil von mir geworden. Ich bin ein Teil von ihr. Wir sind eins.

S. Kerling meets E. A. Poe

 

Sie kennen dich …

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Sie warten. Warten auf den richtigen Moment. Auf den Moment, in dem du sie einlädst. Aus freien Stücken. Aus eigenem Willen.

S. Kerling meets E. A. Poe

 

Verlassen …

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Bin verwirrt.

Traurig und  voller Zweifel

Müde.

Erschöpft.

Fühle mich einsam.

Verlassen.

Ich hasse mich. Ich schütze mich.

Bin mein eigener Beschützer.

Meiner Seele. Meines Körpers.

Möchte an meine Seele glauben,

doch kann ich es nicht.

Will an Träumen mich festhalten, doch

sie halten mich nicht.

Sie lassen mich fallen.

 

© Svea Kerling

Bild mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Bianca Maria Samer.

Schließe Deine Augen …

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Ich nehme Platz.

Der Vorhang geht auf.

Es betreten die Bühne die Kinder der Nacht.

Bin gebannt.

Ohnmacht.

Kann mich dem Schauspiel nicht entziehen.

Sie lachen mir ins Gesicht,

zeigen auf mich.

»Schließe Deine Augen, sonst siehst Du uns nicht!«

 

Bild mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Bianca Maria Samer.

Schäbiges Licht …

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Das schäbige Licht meiner schäbigen Lampe taucht das Zimmer in schäbiges Dunkel. Seit geraumer Zeit übernimmt diese Lampe die Funktion meines treuen Begleiters und Wächters in der Nacht. Sie gibt mir das Gefühl der – wenn auch trügerischen – Sicherheit. Als ob die Lampe mit ihrem zaghaften Licht das Böse von mir fernhalten könnte. Alle Lampen der Welt, so sehr sie auch strahlen, wären nicht in der Lage, sich gegen das Böse zu wehren. So sehr sich meine Nachttischlampe auch bemüht, ihr Licht würde nicht reichen, um meine Gedanken in Helligkeit zu tauchen. Ihr Schein würde nicht reichen, das Böse von mir fernzuhalten. Davon abzuhalten, dass es Nacht für Nacht an mein Bett schleicht. Mich beim Schlafen beobachtet. Doch ich klammere mich an diesen Gedanken wie ein Sterbender an das Leben. Wie ein Betender, der um Gottes Gnade winselt. Jenen Gott, der sich am menschlichen Leid zu ergötzen scheint. So ist das mit uns Menschen und ich stelle keine Ausnahme dar. Je trügerischer die Hoffnung, umso fester und verzweifelter das krampfhafte und verbissene Festkrallen daran.

S. Kerling meets E. A. Poe

Foto: Pixabay

Der Sturm

Ich Närrin. Der Sturm wird mich holen. Ich kann nichts dagegen tun. Ich werde einen Schritt zurückgehen. Werde ihn hineinlassen. Einen Teufel wartet er auf meine Erlaubnis. Er nimmt einfach. Er nimmt mich mit. Einfach so.

Was kommt nach der Verzweiflung?

 Ich resigniere.

Ich will kämpfen.

Ich habe Angst.

Ich bin mutig.

Ich will.

Ich kann nicht.

Erbarmen …

Ich brauche den Frieden,

begehre die Stille.

Fast scheint es mir als mein letzter Wille.

Ich schließe die Augen,

doch sehe kein Licht.

Hör doch!

Mein Rufen.

Du findest mich nicht.

Nun hältst Du mich sanft in Deinen Armen.

Danke Dir für Dein Erbarmen.

hhh